Landschaftsschutz - Stellung nehmen!

Industrie und Gewerbe im Naturpark Wildeshauser Geest

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Natur- und Landschaftsschutz im Naturpark Wildeshauser Geest - Hombach, Finkenbach, Klosterbach

Industrie und Gewerbepark vs. Naturpark im Landkreis Diepholz (Bassum - Nordwohlde - Kätingen - Stühren)
 

Das Landschaftsschutzgebiet Hombach - Finkenbach - Klosterbach umfasst die Landschaftsteile des Hombaches, des Finkenbaches und des Klosterbaches und die angrenzenden Grundstücke im Bereich der Gemeinden Heiligenrode, Fahrenhorst, Ristedt, Nordwohlde, Bramstedt, Stühren, Hollwedel, Klosterseelte und Kirchseelte.
Dieses geschützte Naturbeobachtungs- und Erholungsgebiet liegt im Naturpark Wildeshauser Geest und beherbergt ein zum Teil sehr gut erhaltenes Hügelgräberfeld aus der Bronzezeit.

Leider wurde das Gebiet durch die Einrichtung von Sandgruben und Schuttdeponien, durch die Erdgasgewinnung und durch die Ansiedlung von Abfall- und Baustofffirmen bereits schwer beschädigt. Weitere Vorhaben dieser Art, wie die Einrichtung einer zusätzlichen Sandgrube, die Verfüllung ausgebeuteter Sandgruben mit Schutt und die Erweiterung der Abfallsortieranlage würden diese Natur- und Kulturlandschaft noch mehr zerstückeln und letztlich dazu führen, dass die dann noch vorhandenen Fragmente als nicht mehr erhaltenswert angesehen werden könnten.
Der vollständige Ausverkauf und die völlige ökologische wie ökonomische Entwertung des Naturbeobachtungs- und Erholungsgebiets wären damit eingeleitet.
 
Das muss verhindert werden!

Diese, in weiten Teilen noch sehr schöne und wertvolle Landschaft darf, auch mit Blick auf kommende Generationen, nicht mehr nur einzelnen Kapitalinteressen zur Ausbeutung überlassen werden. Statt dessen muss dieser Teil des Naturparks Wildeshauser Geest durch die Ausweitung und Neueinrichtung von Landschaftsschutz- und Naturschutzgebieten für uns, unsere Kinder und unsere Enkel erhalten werden.
 
Wenn Sie für den Erhalt unserer Landschaft eintreten wollen, werden Ihnen sicherlich geeignete Maßnahmen und Aktivitäten einfallen. Es kann auch nicht schaden, wenn Sie dem Landkreis Diepholz Ihre Meinung zum geplanten Sandabbau bei Stühren mitteilen. Wenn Sie darüber hinaus die Kreistagsabgeordneten direkt ansprechen möchten, finden Sie rechts die Logos mit Links zu den Kreistagsfraktionen.


Landschaftsschutz schafft Arbeitsplätze

    Der Schutz der Landschaft ist nicht nur aus ökologischen, sondern besonders auch aus ökonomischen Gründen sehr sinnvoll, denn aus einem unansehnlichen und verschmutzten Gebiet werden sich, über kurz oder lang, auch die besserverdienenden Einkommensteuerzahler zurückziehen.
    Die Ausschöpfung der vorhandenen touristischen Potenziale im Sinne eines "sanften" (Fahrrad-) Tourismus könnte eine nicht zu unterschätzende Anzahl von neuen Arbeitsplätzen schaffen. Auch die bereits bestehenden Betriebe im Gast- und Beherbergungsgewerbe würden eine Aufwertung erfahren.
     
    Dem gegenüber würde eine weitere Sandgrube, genauso wie eine Ausweitung der Abfallbehandlung, das bereits beschädigte Landschaftsbild nachhaltig zerstören und das Gebiet damit sowohl für Erholung suchende Tagestouristen aus den umliegenden Städten, wie auch für den Ferntourismus disqualifizieren. Die bestehende Abfallbehandlungsanlage emittiert Lärm, Staub und Abfallgeruch in ganz erheblichem Maß in das direkt ans Firmengelände angrenzende Landschaftsschutzgebiet, der Betrieb der Sandgrube(n), Deponie(en) und der dazu nötige LKW- und Kipperverkehr sind bereits jetzt grenzwertig.
     
    Statt eine weitere Zerstörung der Landschaft zuzulassen, sollten die schon vorhandenen Anlagen deutlich stärker begrenzt und genauer kontrolliert werden.


Landschaftsschutz sichert gesundes Trinkwasser

    Trinkwasser ist unser kostbarstes Lebensmittel; es muss rein bleiben. Um über Generationen eine gute Wasserqualität zu erhalten ist der bestmögliche Schutz des Bodens erforderlich. Dazu gehört der Erhalt der schützenden und filterwirksamen Deckschichten, die beim Sandabbau bis nahe dem Grundwasser abgebaut werden. Bei diesem Abbau geht vor allem die hochwirksame Reinigungskraft der Humusschicht verloren, die auch durch Rekultivierungsmaßnahmen über viele Jahrzehnte bis Jahrhunderte nicht wieder hergestellt werden kann.
     
    Um eine Humusschicht von 2-3 Zentimetern aufzubauen können 500 Jahre vergehen.


Landschaftsschutz sichert Lebensräume

    Durch die Art und Intensität des Sandabbaus werden die vorhandenen gewachsenen Strukturen der Naturlandschaft verändert, vorhandene Lebensräume, Bodenprofil und Relief werden zerstört und durch Nassbaggerung wird der Wasserhaushalt verändert. Der Nassabbau kann zwar, nach einigen Jahrzehnten, neue Biotope als Ausgleichs- und Ersatzflächen entstehen lassen; der neue Lebensraum "Feuchtgebiet" wird jedoch den aktuell vorhandenen Lebensraum nicht ersetzen. Die entstehenden Gewässer führen zu einer Änderung des Mikroklimas. Die vorhandenen Lebewesen können sich dem dann veränderten Mikroklima nicht anpassen. Der Abbau vernichtet zudem Flächen, die für die Einrichtung von Pufferzonen und den Aufbau eines Biotopverbundes unverzichtbar sind. Der genetische Austausch und die Wanderbeziehung von Tierpopulationen zwischen den Restflächen wird auf diese Weise vollständig unterbrochen.
     
    Diese sehr nachteiligen Veränderungen in den Tier- und Pflanzengesellschaften müssen verhindert werden.


Landschaftsschutz reduziert Stress

    Der Lärm und Abfallgeruch, den die am Rand des Landschaftsschutzgebiets liegende Abfallsortieranlage emittiert, sind zeitweise so groß, dass sie den Fahrenhoster Wald durchdringen und nach Kilometern, auf der anderen Seite des Walds, noch als störend wahrgenommen werden. Dies erzeugt Stress, der schon jetzt Auswirkungen auf die Gesundheit der Anlieger wie auch auf die Biozönose des Waldes hat.
     
    Ein entspannter Waldspaziergang ist in diesem Gebiet nur noch sehr bedingt möglich.


Landschaftsschutz sichert auch den Erhalt wertvollen Kulturguts

    Das Hügelgräberfeld bei Stühren mit seinem hervorragenden Einzelgrab muss erhalten werden, und zwar so, wie es ist.
     
    Dieses wertvolle Boden- und Kulturdenkmal gibt Auskunft über die Grabsitten und Bestattungsrituale der Bronzezeit und darf daher weder der Öffentlichkeit entzogen noch durch eine Zerstörung des umgebenden Landschaftsbildes in seinem historischen Wert beschädigt werden. Statt dessen soll es deutlicher als bisher als sehenswürdig gekennzeichnet und für die Förderung eines sanften (Fahrrad-) Tourismus genutzt werden.
     
    Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass sich im Boden um diese Gräber herum weitere Artefakte aus historischen Zeiten befinden, die bei einem Sandabbau den Baggerschaufeln zum Opfer fallen könnten.


 

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Die SPD

Die Grünen

Die FDP

Die FREIE WÄHLERGEMEINSCHAFT

Die LINKE

Die PIRATEN


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